Stellungnahme des Studentenwerks zu den Mensapreisen

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Wir haben beim Studentenwerk nachgefragt, was es mit der letzten Preiserhöhung auf sich hat. Der stellvertretende Leiter der Gastronomie des Studentenwerks, Herr Vogelbruch, hat der Veröffentlichung folgender Antwort zugestimmt:

Vor fast vier Jahren fand die letzte Anpassung für die Preise in der Mensa statt. Zwischenzeitig hat sich sehr viel verändert, was uns nun zwang, unsere Preise zu korrigieren.

Leider entsteht zunehmend der Eindruck, dass sich alle Preise nach oben korrigiert haben, dies ist aber schlichtweg nicht richtig. Beim Essen 1, Essen 2, dem Eintopf, den Beilagen, dem Salatbuffet, dem Greencorner, sowie bei den Desserts, sind die Preise nicht angeglichen worden, der Wok ist bis auf 2 Gerichte sogar deutlich preiswerter geworden. Für die Studierenden und somit auch für die Bediensteten gibt es also nach wie vor immer noch eine große Vielfalt zum identischen Preis von vor 4 Jahren. Auch die Getränkepreise sind bis auf den Kaffee nicht erhöht worden. Unsere Einstandspreise der Lebensmittel sind teilweise erheblich gestiegen, genauso wie Energien und Personalkosten.

Aus Qualitäts- -und Nachhaltigkeitsgründen kaufen wir fast nur noch Fleisch aus artgerechter Tierhaltung und regional ein, wir versuchen, auf Zusatzstoffe weitestgehend zu verzichten und setzten keine gehärteten Fette mehr ein. Hinzu kommt eine Vielzahl weiterer Qualitätsstandards, die wir ständig ausbauen, auch diese gibt es leider nicht umsonst.

Bitte bedenken Sie auch, dass wir bei den Bedienstetenpreisen die gesetzliche Mehrwertsteuer erheben und abführen müssen.

In Ihrem täglichen Alltagsleben können Sie sehr gut feststellen, dass Sie ein hochwertiges Gericht selbst zu Hause und unter Berücksichtigung aller Kosten kaum zu unseren Abgabepreisen herstellen können.

Ich hoffe daher auf ein wenig Verständnis für unsere Vorgehensweise.

Unsere ursprüngliche Anfrage:

Sehr geehrter Herr Vogelbruch,

zu Beginn des laufenden Sommersemesters sind die Preise in den Mensen der Uni Düsseldorf stark erhöht worden. Darüber erhalten wir fast jeden Tag Beschwerden von vielen Studierenden unseres Studiengangs und fragen uns auch selber, wie diese enorme Steigerung der Preise zustande kommen kann.

Ihrer eigenen Aussage nach (in der Campus Delicti veröffentlichtes Interview) handelt es sich um eine Preisangleichung, da die Einnahmen der Mensen die Einkaufspreise nicht mehr decken können. Das sei erst nach etlichen Monaten aufgefallen. Allerdings ist es äußerst schwierig vorstellbar, dass solch immense Einnahmeeinbußen in den Rechnungen der letzten Monate nicht aufgefallen sein sollen. Es geht schließlich um Preiserhöhungen von teilweise über 50%. Ebenfalls haben Sie gesagt, dass einige Gerichte bei dieser Preisangleichung günstiger geworden seien. Da uns bisher nur Preiserhöhungen aufgefallen sind, würde es uns sehr interessieren, welche Gerichte günstiger geworden sind. Darauf geben Sie in dem Interview keine Antwort.

Des Weiteren fragen wir uns, wie sie den Preis für den Döner rechtfertigen wollen: Er kostet über 4€ (für Angestellte sogar etwa 6€), die Portion ist kleiner als ein Döner, den man in einer Dönerbude für den halben Preis bekommt. Und im Gegensatz zu Ihnen dürfen und wollen diese Geschäfte bei dem Verkauf Gewinn erwirtschaften. Nebenbei: im Café Uno gibt es den Döner noch zum alten Preis. Darüber hinaus fänden wir interessant welcher Bestandteil einer Currywurst so viel teurer geworden ist, dass diese nun 3,55€ statt 2,85€ kostet. Auch „Gut&Günstig“ wurde spontan in „Wochenangebot“ umbenannt und der Preis von knapp unter 2€ auf 3,25€ erhöht.

Geben Sie tatsächlich so viel mehr Geld für Einkäufe aus? Ist es sinnvoll, so viel Geld in Dinge zu stecken, die teuer sind, aber keinen ersichtlichen Vorteil bringen? Denn am Geschmack des Essens in der Mensa hat sich in den letzten 4 Jahren, die wir beurteilen können, nichts geändert. Der Geschmack ist zwar im Vergleich zu anderen Mensen durchaus als gut zu bezeichnen, aber der Preis hat sich – bis zu dieser letzten, nahezu unverschämten, Preiserhöhung – mehrfach erhöht. Von einer Angleichung kann man hier beim besten Willen nicht mehr sprechen.

Wir sind durchaus der Meinung, dass die Verwendung von Bioprodukten sinnvoll ist. Allerdings würde es vollkommen reichen, ein bis zwei Bioangebote zu haben und den Rest auf einem möglichst günstigen Preisniveau zu halten. Das Essen in den Mensen ist für Studenten bestimmt und sollte dementsprechend für diese auch erschwinglich sein.

Mit freundlichen Grüßen

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