Linux Install Party

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Nach dem Installieren von Linux, ob mit Dualboot (d. h. zusätzlich zu einem anderen Betriebssystem) oder pur auf den Rechner, ist die Arbeit noch nicht vorbei. Es ist noch viel mehr zu tun und kennenzulernen. Im Folgenden sind erstmal die wichtigen ersten Schritte aufgebracht, dann etwas zu Programmen, die im Studium nicht verkehrt sind und wie man sie installiert (Besonders im Bezug zum Programmierpraktikum I). Am Ende sind noch einige Umgänge mit dem neuen Betriebssystem und den Arbeiten mit diesen aufgelistet. Solltet ihr immer noch Fragen haben oder schlimmer noch Probleme, dann meldet euch doch einfach noch mal im Fachschaftsraum.

Erste Schritte für das neue Betriebssystem

Das System aktualisieren

Der erste Schritt nach der Installation sollte das Updaten der Software sein. Am besten erledigt man das nicht mehr während der Linux Install Party, sondern im zuverlässigen, eigenem LAN, da wahrscheinlich einige Megabyte Updates heruntergeladen werden müssen. Updates kann man sowohl über eine grafische Oberfläche, als auch über ein Terminal installieren. Da ihr euch sowieso mit dem Terminal vertraut machen müsst, erklären wir hier den Weg über das Terminal.

Dafür öffnet man zunächst das Terminal. Unter Ubuntu geht das mit der Tastenkombination Strg + Alt + T. Alternativ sucht man im Programmenü (dieses kann man mit der Meta-Taste (das ist die mit dem Windows-Logo) öffnen und dort in der Suche tippt man „Terminal“). Ist das Terminal geöffnet, kann man Befehle eingeben.

Der Umgang mit der Terminal ist am Anfang etwas schwierig, aber mit etwas Gewöhnung kommt man damit schon klar. Weiß man, wie man eine Aktion durchführt, so ist man häufig auch schneller als mit GUI-Lösungen (also grafischen Programmen zum Anklicken).

In der Eingabeaufforderung im Terminal gibt man dann zunächst folgendes ein:

sudo apt update

Das sudo sagt aus, dass man für den Befehl SuperUser-Rechte (root-Rechte) verwenden möchte. Danach wird man auch zum Eingeben des Passworts aufgefordert. Im Terminal sieht man bei Passworteingaben nicht mal die Anzahl der eingegebenen Zeichen. Es ist also natürlich, dass man nicht sieht, was man tippt. Mit Enter kann man die Eingabe wie gewöhnlich bestätigen.

Der zweite Teil des Kommandos ist das apt. Das apt ist der Aufruf des Advanced Package Tools. apt ist ein Programm, was für das Updaten, Installieren und Deinstallieren von Software-Paketen benutzt werden kann. Ähnlich wie bei App-Stores werden unter Linux schon seit Jahrzehnten Anwendungen in zentralen Repositorys in Softwarepakten zur Verfügung gestellt.

update ist ein Parameter des Programms apt. Dadurch wird die Repository-Datenbank von apt aktualisiert. Dadurch weiß apt, was für Updates durchführbar sind.

Als nächstes gibt man folgendes ein:

sudo apt upgrade

Hier haben wir wieder sudo und apt. Das Upgrade sagt aus, dass der Rechner nun die verfügbaren Updates installieren soll. Es werden erstmal die aktuellen Versionen heruntergeladen; das kann nach einer frischen Installation etwas dauern.

Nach Durchführen der beiden Befehle ist das System dann aktuell und man kann mit der Installation weitere Software weitermachen.

Java installieren

Besonders für das Studium an der HHU sollte man Java installiert haben, da die ersten Vorlesungen (Progra, Propra 1 und Propra 2) mit Java arbeiten.

Für das Installieren arbeitet man wieder mit apt. Dafür gibt es folgenden Kommando:

sudo apt install openjdk-8-jdk

sudo und apt sind bereits oben erklärt, der Parameter install sagt an, dass ein neues Programm installiert werden soll. Der zweite Parameter openjdk-8-jdk gibt an, was genau installiert werden soll, nämlich das OpenJDK 8.

Hinweis: Falls ihr bei der Installation eures Ubuntus keine Internet-Verbindung hergestellt hattet, müsst ihr vor der ersten Programminstallation noch sudo apt update ausführen, damit euer Ubuntu weiß, welche Programme in welcher Version zur Verfügung stehen.

Für die ersten Module auch relevant ist gradle. Damit wird der Bauprozess eines Programmes durchgeführt. In den meisten Fällen werden in Programmierung auf diese Weise die Tests von Programmen durchgeführt. In der Regel wird gradle dort direkt mitgeliefert, aber da ihr es ab dem zweiten Semester selbst brauchen werden, könnt ihr das sofort selbst installieren.

sudo apt install gradle

Hier ist gradle wieder das Programm, was man installieren möchte. Bei den Bezeichnungen ist eine korrekte Schreibweise wichtig, insbesondere sind bei allen Befehlen auch Groß- und Kleinschreibung wichtig. Mit dem folgenden Befehl kann man eine Anwendung suchen und die genaue Bezeichnung rausfinden:

sudo apt search (Parameter)

(Parameter) gibt den Softwarenamen an.

Jetzt hat man schon die grundlegenden Programme, die man für Programmierung benötigt, installiert.

Sonstige interessante Programme

Docker

Interessant für ProPra I ist Docker. Die Installation davon ist etwas aufwendiger, wenn man Docker nicht immer per sudo ausführen will, muss man sich erstmal die Rechte für Docker geben. Mehr Informationen hier. Zur Installation von docker-compose gibt es hier eine Anleitung.

IDEs

Es gibt zwei ziemlich große IDEs… Kurz erklärt, IDE steht für Entwicklungsumgebungen. Ab ProPra wird es empfohlen nicht mehr per Texteditor zu arbeiten, sondern per richtige IDE. Dafür kann man besonders JetBrains IntelliJ oder Eclipse empfehlen

Falls ihr dabei Hilfe braucht, meldet euch gerne unter der Woche mal im Fachschaftsraum, dann helfen wir in der Regel gerne.


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