Es darf ruhig ein bisschen mehr sein

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Erinnert ihr euch? Im Wintersemester 2007/2008 wurde über die Einführung des NRW-Tickets an unserer Hochschule abgestimmt. Mit „überwältigender Mehrheit“ beschlossen die Studierenden die Einführung des Tickets ab dem Sommersemester 2008. Die Mehrkosten sollten 33,60 Euro im ersten Semester und bis 2009/2010 gestaffelt 37,10 Euro betragen. Danach sollten die Preise neu verhandelt werden.

Nach ein bisschen Recherche kann man aber auch die Gesamtbeträge nennen: Vor dem NRW-Ticket lag der Preis pro Semester bei 79,95 Euro, unmittelbar danach bei 113,55 Euro. Vorbehaltlich anderer Preiserhöhung müsste der Preis 2009/2010 bei 117,05 Euro gelegen haben.

Für das aktuelle Semester haben wir dann schon 130,82 Euro bezahlt. Da die Uni-Düsseldorf ihre Seiten regelmäßig nach einer neuen Chaostheorie ordnet (Kostenübersicht an der HHU (Link tot), Der Semesterbeitrag an der HHU (Link noch nicht tot)), hier ein Screenshot dem die aktuelle Zusammensetzung des Sozialbeitrags entnommen werden kann.

Aufschlüsselung des Semesterbeitrags 2010/2011

Screenshot vom 31.01.2011

Laut dem Bescheid über die Erhebung von Studien- und Sozialbeiträgen für das Sommersemester 2011 wird letzterer nun 232,90 Euro betragen.

Durch einen Anruf beim Studierenden Service Center konnte auch dessen Zusammensetzung in Erfahrung gebracht werden:

Wir zahlen weiterhin 73,20 Euro an das Studentenwerk, aber 18,74 Euro an den AStA (45 Prozent Erhöhung), sowie 140,96 Euro für das NRW-Semesterticket.

Nochmal im Klartext: Das Semesterticket kostet jetzt 60 Euro mehr als noch vor 3,5 Jahren. Dafür dürfen wir in ganz NRW fahren, was damals mit weniger als 40 Euro Aufpreis beworben wurde. Die 140,96 Euro sind übrigens nicht der preis für zwei verschiedene Tickets, sondern für die teurere NRW-Ticket-Variante. Die günstigere Variante kostet (nach Angaben der FH Gelsenkirchen) inzwischen ebenfalls fast 100 Euro.

Ein bisschen mehr Statistik: Laut WDR betrug die letzte Preiserhöhung im VRR (vom 01.01.2011) im Durchschnitt 3,9 Prozent. Für uns betrug sie 7,8 Prozent. Das sieht fast aus wie das Doppelte. Die letzte Preiserhöhung davor (01.08.2009) betrug im Schnitt 3,4 Prozent.

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3 Kommentare zu Es darf ruhig ein bisschen mehr sein

  1. captn sagt:

    Fehlt ja nur noch, dass wir eine Gebühr für die Parkplätze bezahlen. Die Brücke jeden Monat neu zu bauen, kostet immerhin auch Geld. Da das NRW Ticket nicht optional ist, muss natürlich der Semester-Parkschein auf dem nächsten Studentenausweis auch für alle sein.

  2. Jens Dietze sagt:

    Da wär ich dann für. Ist ja ein „Sozialbeitrag“. Die günstigen Bahnpreise gibt es doch nur, weil auch diejenigen zahlen, die nicht mit der Bahn fahren. Da ich weiterhin parken möchte, sollen mir doch bitte auch diejenigen den Parkplatz mitbezahlen, die gar kein Auto besitzen.
    Mir fehlt inzwischen übrigens gänzlich die Begründung für 25 Euro Verwaltungsaufwand, die von den Studienbeiträgen (also von jeden 500 Euro) abgezogen werden. Bis vor zwei oder drei Semestern mussten für die 250.000 Euro wenigstens die beiden verschiedenen Gelder von einem Konto irgendwie getrennt werden. Seither müssen wir aber auf zwei verschiedene Konten überweisen. Demnächst stelle ich meinen Kunden dann auch 500 Euro Arbeitsaufwand + 25 Euro Verwaltungsaufwand in Rechnung (und bin damit noch humaner als bei 475+25).

  3. Asel sagt:

    Nur zu eurer Information, hier an der Uni Duisburg-Essen zahl ich für das Ticket 139,56 Euro.
    Dürft euch selbst denken, woher der Unterschied kommt.

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